Donnerstag, 26. Januar 2012

Schallpegel beim Feuerwerk - eine ziemlich unwissenschaftliche Messung!

Krach beim Krachern

2011 fiel das jährliche Feuerwerksfest in Großbritannien (5. November) auf einen Samstag, und obwohl Regen vorhergesagt wurde, dennoch trotzen unsere Kollegen James Tingay, Gill Cussons, Justin Barker und Nigel Palmer das Wetter, um Lärmmessungen beim örtlichen Feuerwerk durchzuführen.

Wir haben uns keine festen Regeln gesetzt, von wo aus wir die Messungen machen sollten, außer dass sie in Zuschauerentfernung stattfinden sollten, damit sie für die Lärmeinwirkung auf das Publikum repräsentativ sind.

Sämtliche Messungen wurden mit den
Cirrus optimus red und green Schallpegelmessern, die vor der Messung kalibriert wurden. Die Geräte wurden mit Standard-Windschirmen ausgestattet, um die Windwirkung auf das Mikrofon zu reduzieren. Es sollte auch erwähnt sein, dass die Messungen unterschiedlich lang waren, und auch dass Typ und Größe der Feuerwerkskörper unbekannt waren. Die Messung fand beim Lagerfeuer in einem kleinen Dorf statt, wo ca. 500 Zuschauer anwesend waren. Das stellt eine typische Größenordnung der gemessenen Veranstaltungen dar, obwohl die von Fraul Cussons gemessene Veranstaltung geringfügig größer war.

Die Lärmpegel
Insgesamt wurden 9 Messungen gemacht, die zwischen 52 Sekunden und 19 Minuten lang waren. Eine war eine Messung der gesamten Veranstaltung (#5), und eine stellt eine einzige Rakete dar (#9). Unser Ziel war eine Sammlung repräsentativer Messungen zu bekommen, die eine Reihe verschiedener Feuerwerkskörper beproben. Hier eine Zusammenfassung der Gesamtdaten:
MessungMessdauer hh:mm:ssLAeq(dB)LAFmax(dB)LCPeak(dB)
#100:05:4496,3109,8137,2
#200:13:4994,5109,4136,9
#300:03:3381,4107,5134,8
#400:20:4284,0106,5133,5
#500:18:5774,9105,0130,9
#600:00:1192,1100,8130,2
#700:02:5080,3101,6126,7
#800:00:5286,695,6107,3
#900:00:0483,994,7

101,4


Wie laut war es?

Wie aus der oben stehenden Tabelle ersichtlich ist, war die lauteste Messung bzgl. des C-bewerteten Schalldrucks und LAFmax die Messung #1, die Frau Cussons über 5 Minuten machte. Obwohl keine der Messungen Peak(C)-Pegel über der Expositionsgrenze von 140dB(C) ergab, weisen die ersten drei dennoch Pegel der oberen Expositionswerte von 135dB(C) Peak auf. Bei dieser Messung war die Gesamt-LAeq 96,3, was einer LEP,d von 77,1dB(A) gleicht. Besonders repräsentativ sind diese Werte allerdings nicht, da die Messung recht kurz war.


Beim Betrachten der nächsten Messung (#2 bei 00:13:49) sehen wir einen gemessenen LAeq um 94,5dB, was einen LEP,d von 79,1dB(A) gleicht. Dieser Wert liegt knapp unter dem unteren Expositionsgrenzwert. Wenn dieser Lärmpegel eine Stunde lang angehalten hätte, läge die Lärmexposition für den Zuschauer beim oberen Expositionsgrenzwert von 85dB(A), und er befände sich in einer Situation, bei der Lärmschutzmaßnahmen erforderlich gewesen wären!

Frequenz und so


Der Spaß am Feuerwerk besteht aus der hörbaren und physischen Einwirkung der Explosionen bei der Detonation der Feuerwerkskörper. Messung #1, die Gill machte, weist den höchsten LAFmax und LCPeak auf, also schauen wir sie uns etwas näher an.


Der höchste Pegel dieser Messung ereignete sich um genau 20:30:57.25 (oder innerhalb 1/16 s darin), also erhalten wie ziemlich detaillierte Informationen vom Schallpegelmesser zu diesem Zeitpunkt.

Sämtliche Messungen wurden mit optimus Schallpegelmessern mit den folgenden Speichereinstellungen gemacht: Pegelzeitverlaufaufzeichnung oder Lärmprofil, Datenrate 1/16 s oder 1/100 s, Frequenzbandaufzeichnung bei 1/16 s (oder 62.5ms) Auflösung.


Mit der NoiseTools-Software können wir die Daten detailliert ansehen. Wenn wir den Zeitpunkt finden, bei dem der LCPeak 137,2dB betrug, können wir die Frequenzbandinformationen (Oktav- und Terzband) für dieselbe Zeit ansehen.


Untenstehende Grafik zeigt, wann sich die höchsten Pegel in der Messung ereigneten. Indem man mithilfe von NoiseTools einzoomt, können wir den genauen Moment, in dem der Peakpegel 137,2 dB(C) Peak erreichte, ermitteln.

Vergrößerung der lautesten Teil der Messung


Untenstehend sieht man die Oktav- und Terzbandspektren zur 1/16-Sekunden-Leq zu diesem Zeitpunkt:

Oktavbandspektren von einer Lärmmessung beim Feuerwerk
Terzbandspektren von einer Lärmmessung beim Feuerwerk

Hier ist ersichtlich, dass der Großteil der Energie in den Bändern 125, 250 und 500Hz zu finden ist, obwohl die Oktavbanddaten einen Peak bei 31Hz anzeigen. Eine schnelle Berechnung ergibt, dass der äquivalente LAeq-Wert zu diesem Zeitpunkt (unter Verwendung der Oktavbanddaten) 112 dB(A) beträgt. Die unbewertete äquivalente ist 116,4 dB(A).

Audioaufnahme

Die optimus green Schallpegelmesser, die Frau Cussons und Herr Barker verwendeten, können Audiodaten während einer Messung aufzeichnen. Diese Aufnahmen können entweder manuell oder automatisch mit Pegel- und Schwellwertauslöser gestartet werden. In diesem Fall wurden die Aufnahmen manuell gestartet. Die Aufnahmen werden nachträglich in die NoiseTools-Software heruntergeladen. Die Aufnahmen können dann abgehört und analysiert werden.
Eine Beispielanalyse ist unten abgebildet.

Analyse einer Audioaufnahme
Bemerkungen

Alle Messungen mit nur einer Ausnahme wurden mit einer Standardmikrfonkapsel durchgeführt. Das optimus red wurde mit einem MV:200EH Hochleistungsmikrofon ausgestattet, das Pegel bis zu 170dB messen kann. Diese wurde verwendet, um zu prüfen, ob Pegel erreicht werden, die eine Übersteuerung im Gerät hätten verursachen können. Alle gemessenen Pegel lagen jedoch im normalen Messbereich der Standardgeräte.

Freitag, 25. November 2011

Lärmbedingter Gehörverlust

Schätzungen zufolge gibt es 9 Millionen Schwerhörige in Großbritannien (Quelle: ‘Action On Hearing Loss (RNID), 2005 survey). Die zwei genannten Hauptursachen für Gehörverlust sind Alter und Lärm, sowie es sich in den meisten anderen westlichen Ländern verhält. Der Unterschied liegt darin, dass altersbedingter Gehörverlust ein natürlicher Prozess ist, wogegen wir nicht viel tun können. Diese Aussage trifft bei lärmbedingter Gehörverlust nicht zu.
Wie entsteht lärmbedingter Gehörverlust?
Das Ohr

Ein wichtiger Teil des Innenohrs ist die Cochlea, in der sich tausende kleine “Haarzellen” befinden, die wiederum dafür verantwortlich sind, Signale über die Nervenfasern an das Gehirn zu senden. Das Gehirn interpretiert diese Signale als Schall. Wenn der Mensch über längere Zeit starkem Lärm ausgesetzt wird, kann das zur Abtötung dieser Haarzellen und zum Gehörverlust
führen. Sind die Haarzellen erstmal beschädigt, ist der daraus entstanden Gehörverlust unumkehrbar, weil die Zellen nicht dazu in der Lage sind, sich zu regenerieren. Wenn es um lärmverursachte Gehörverlust geht, sind zwei Hauptfaktoren für den Gehörverlust zu betrachten:

· der Lärmpegel, gemessen in Dezibel
· Dauer der Lärmexposition

Es ist nie zu spät, mit der Vorbeugung zu beginnen. Am Arbeitsplatz werden Bereiche, die mit einem Lärmpegel von über 85dB belastet sind, Ziel lärmreduzierender Maßnahmen sein müssen.
Lärmbedingter Gehörverlust vermeiden

Die Minimierung und Prävention des durch Lärm verursachten Gehörverlusts am Arbeitsplatz wurde 1989 als Ziel in der EG-Richtlinie 89/654/EWG des Rates vom 30. November 1989 über Mindestvorschriften für Sicherheit und Gesundheitsschutz in Arbeitsstätten eingeführt. Erweiterungen sind 2006 und 2007 eingeführt worden und setzten weitere Schwerpunkte bzgl. Prävention von Gehörschäden. Darin steht klar und deutlich, dass Arbeitgeber dazu verpflichtet sind, das Risiko für Ihre Mitarbeiter aufgrund hoher Lärmpegel am Arbeitsplatz zu vermeiden oder zu minimieren.
Um die Möglichkeit eines lärmbedingten Gehörschadens zu verringern, bedarf es einer kombination mehrerer Schritte. Eine einfache Einheitslösung gibt es nicht. Darunter fallen Präventivmaßnahmen in der Form einer Lärmpegelanalyse unter Verwendung käuflich zu erwerbender Schallpegelmesser und weitere Messgeräte, die Einführung klarer Richtlinien und sicherheitsrelevante Vorgehensweisen, Hörtests für Mitarbeiter, sowie Recherchen über die Einsatzmöglichkeit leiserer Maschinen. Nach der Lärmanalyse ist ein signifikanter Schritt die Anordnung des Tragens von geeigneten Gehörschützern. Die gängigsten Ausführungen sind hierbei Ohrenstöpsel oder Gehörschutzkapsel.

Ohrenstöpsel – Diese besitzen normalerweise eine Obergrenze der Dezibelminderung von 20dB bis 28dB. Sie sind sowohl als Wegwerfmodelle als auch Maßanfertigung erhältlich.
Gehörschutzkapsel – Diese bewirken in der Regel eine höhere Obergrenze der Dezibelminderung als Ohrenstöpsel. Sie können in Kombination mit Ohrenstöpsel getragen werden, um die Obergrenze der Dezibelminderung (Dämpfung) zu erhöhen.

Beim Tragen von Gehörschutz – egal welcher Art – sollte einen gewissen Schallpegel den Schutz dennoch durchdringen können. Absolute Schallisolierung kann in bestimmten Umgebungen zu weitere Gesundheits- und Sicherheitsgefahren führen.

Lärmverursachter Gehörverlust kann man vorbeugen. Die Belastung mit schädlichem Lärm kann irreversible Gehörschäden verursachen. Die Lösung liegt oft in einer Kombination mehrerer Schritten, die mit der Messung der Schallpegel anfangen und durch den Einsatz von Gehörschützern unterstützt werden.

Dieser Artikel ist eine Übersetzung aus dem Original von Joan McKechnie BSc Hons Audiology & Speech Pathology. Frau McKechie arbeitet für Hearing Direct.

Über Hearing Direct

Hearing Direct bietet eine Reihe Spezialprodukte für Gehörlose und Schwerhörige. Das Hearing Direct Team arbeitet seit vielen Jahren in der Hörgeräteherstellung und sein Schwerpunkt liegt in der Verbesserung der Lebensqualität, die durch seine Spezialprodukte zu erzielen ist.

Freitag, 18. November 2011

Was sind Oktav- und Terzbandfilter bei einem Schallpegelmesser?

Wenn detaillierte Informationen über ein komplexes Geräusch benötigt werden, kann der Frequenzbereich zwischen 20Hz und 20kHz in Teilbereichen oder Bänder unterteilt werden. Diese geschieht elektronisch im Schallpegelmesser.
Diese Bänder besitzen eine Bandbreite von einer Oktave (1:1) oder einer Terz (1:3). Sehr komplexe Geräte können unter Umständen eine schmale Bandanalyse der Lärmdaten bewältigen. Diese können FFT- (Fast Fourier Transform) oder 1/12-Oktavband-Informationen sein.
Unter Oktavband versteht man ein Frequenzband, wobei die höchste Frequenz die Verdoppelung der niedrigsten Frequenz gleicht.
Als Beispiel: Ein Oktavband mit einer Mittenfrequenz von 1 kHz hat eine niedrige Frequenz von 707Hz und eine obere Frequenz von 1,414kHz. Jegliche Frequenzen unterhalb oder oberhalb dieser Begrenzungen werden verworfen. Ein Terzband hat eine Bandbreite von 1/3 eines Oktavbands.
Die Abbildungen unten zeigen ein Schallpegel, der sowohl in Oktaven und Terzen aufgeteilt wurde:
Schallpegel gemessen mit Oktavbandfiltern (1:1)
Schallpegel gemessen mit Terzbandfiltern (1:3)
Beispiel einer Oktav-/ Terzbandanalyse
Ein Beispiel für die Nützlichkeit einer Frequenzanalyse ist der Vergleich des Lärms, der durch eine Turbine erzeugt wird, mit dem durch einen Kompressor erzeugten Lärm.
Wir der Schall mit einem Schallpegelmesser gemessen, beträgt der Gesamtschallpegel 113dB(A).
Unter Verwendung der Oktavbandfilter können wir den Lärm von jeder Maschine in seiner Komponententeile trennen, und es wird klar ersichtlich, dass die Turbine Lärm mit einer niedrigeren Frequenz erzeugt, als den von dem Kompressor.
Das hat eine Auswirkung, wenn Gehörschützer ausgesucht werden sollen. Unterschiedliche Gehörschützer werden für die Maschinen benötigt, weil die für den Kompressor geeigneten Schutzmaßnahmen für den Turbinenlärm nicht ausreichen.
Das gleiche gilt für Überlegungen zu lärmmindernden Baumaßnahmen oder Dämmmaterialien.
Die untenstehende Tabelle zeigt die Lärmpegel sowohl für den Kompressor (A) und die Turbine (B). Die dritte Spalte zeigt die dB(A)-Werte und wird von den Oktavbandwerten gefolgt. Die Oktavbandwerte entsprechen den Werten in der obenstehenden Grafik.
dB(A)31Hz63Hz125Hz250Hz500Hz1kHz2kHz4kHz8kHz16kHz
AKompressor113,680879093991001111069889
BTurbine113,61131221161161159785805742
CSchutzbaun.a.n.a.n.a.613252628293333
A-C 8480747483776656
B-C 11010390715731249

Die durch eine Standard-Lärmschutzbau erzielte Abminderung wird in Reihe C gezeigt. Die letzten beiden Reihen zeigen die Lärmpegel für den Kompressor und die Turbine, nachdem die Abminderung mit dem Lärmschutzbau eingerechnet wurde.

Der Gesamtlärmpegel in dB(A), der durch die Turbine erzeugt wird, wird um 13dB(A) gemindert, wobei der Kompressorlärm um 27dB(A) gemindert wird.

Die zusätzlichen Informationen, die aus der Frequenzanalyse gewonnen werden, helfen mit der Erklärung darüber, weshalb der Kompressorlärm um 14dB(A) mehr gemindert wird als bei der Turbine.

Eine einfache dB(A)-Breitbandmessung hätte dazu nicht ausgereicht.

optimus-Schallpegelmesser sind dazu in der Lage, sowohl Oktav- als auch Terzbandanalysen der Lärmpegel zu bieten. Wenn Sie weitere Informationen hierzu erhalten möchten, rufen Sie uns an unter der Telefonnummer +49-351-316 0950, und wir helfen Ihnen gern weiter.

Sie können uns auch gern über das Kontaktformular auf unserer Website erreichen.

Mittwoch, 16. November 2011

Das volle Programm von Cirrus Research

Seit mehr als 40 Jahren spezialisiert sich Cirrus Research auf die Herstellung von Lärmmesstechnik. Cirrus bietet seinen Kunden seitdem Entwicklung und Fertigung sowie kontinuierlichen Support für seine Qualitäts-Lärmmesstechnik.

Cirrus Research bietet seinen Kunden ein komplettes Supportprogramm, darunter auch die neue erweiterte 15-Jahre Garantie, begleitenden Kundensupport und die kostenlose Beratung von Experten.

In den letzten Jahrzehnten haben sich viele Unternehmen dazu entschieden, Kosten durch die Auslagerung der Fertigung ins Ausland zu senken. Cirrus Research jedoch widersetzt sich diesem Trend und bleibt Europa treu. Die Entwicklung und Fertigung findet nach wie vor in Großbritannien statt.

Somit sichert Cirrus Research die Kontrolle der Produktqualität und Kosten sowie die Erfüllung der steigenden Erwartungen an den Kundendienst. Cirrus Research hat außerdem erst neulich seine 24-Monate-Garantie für Lärmmesstechnik auf 15 Jahre ohne Aufpreis erweitert. Die Zuverlässigkeit und Langlebigkeit der Produkte aus dem Hause Cirrus macht es möglich. Die neue erweiterte Garantie ist ab dem 1. September 2011 erhältlich für Cirrus Research Geräte.

Zusätzlich zu der Entwicklung und Fertigung von Produkten der höchsten Qualität bietet Cirrus Research seinen Kunden auch eine fachmännische Beratung, die den individuellen Bedürfnissen angepasst ist.

Wenn es sich um die Beratung zu einem geeigneten Gerät handelt, oder einfach wann und wie oft ein Lärmmessgerät kalibriert werden soll – die Experten bei Cirrus Research helfen Ihnen immer gern weiter.

Wenn Sie weitere Informationen wünschen, rufen Sie uns bitte an
unter +49 (0)351 316 0950 oder schreiben Sie uns eine Mail. Wir freuen uns
darauf, mit Ihnen in Kontakt zu treten.

Dienstag, 15. November 2011

15 Jahre Garantie für Cirrus Lärmmesstechnik

Cirrus Research freut sich, Ihnen mitzuteilen, dass wir Ihnen jetzt eine 15 Jahre Garantie für unsere Messtechnik anbieten können!

Wir sind von der Zuverlässigkeit und Langlebigkeit unserer Lärmmessprodukte so überzeugt, dass wir gern den Worten auch Taten folgen lassen, indem wir diese neue erweiterte Garantie auf jedes Cirrus Lärmmessgerät anbieten, das ab dem 1. September 2011 gekauft wird.

Unter den Bedingungen des neuen Garantieprogramms kann die 2-Jahr-Standardgarantie von Cirrus Research jetzt und ohne Aufpreis auf weitere 13 Jahre erweitert werden, solange das betroffene Gerät der regelmäßigen jährlichen Werkskalibrierung unterzogen wird. Die Garantie deckt sämtliche Gerätefehler sowie kleine unbeabsichtigte Kundenbeschädigungen, ausgenommen Mikrofonbeschädigungen (gemäß Konditionen und Bedingungen) ab.

Mit mehr als 40 Jahren Erfahrung steht Ihnen Cirrus Research plc mit Produktsupport und -Service kompetent zur Seite. Das Unternehmen bietet umfassende Lösungen für das Überwachen und Messen von Lärm-am-Arbeitsplatz und Umweltlärm, damit Lärm-Problembereiche identifiziert und kontrolliert werden können. Cirrus Research plc wurde als Pionier der akustischen Technologie ausgezeichnet und setzt Maßstäbe, an denen sich andere orientieren.

Möchten Sie mehr darüber erfahren? Dann rufen Sie uns bitte unter +49-(0)351-316
0950 an. Oder besuchen Sie uns auf der Cirrus Research-Website www.cirrusresearch.de.

Dienstag, 8. November 2011

A+A 2011 ein (vorläufiger) Rückblick

Die Messe A+A 2011 in Düsseldorf war für Cirrus Research eine auf jeder Ebene positive Erfahrung.

Dafür möchten wir uns als erstes bei unseren Besuchern sehr herzlich bedanken. Sie haben uns mit Ihren Fragen durchlöchert, uns Ihre Bedürfnisse und Anforderungen erläutert. Sie haben sich Zeit dafür genommen, Ihr Interesse an unsere Schallpegelmesstechnik und Dienstleistungen zu bekunden und sich bei uns auf dem Messestand zu informieren. Wir waren von dem unerwarteten Andrang regelrecht überrascht und beeindruckt.
Die durchweg positive Resonanz unserer Standbesucher hat uns sehr gefreut und uns in unserer Tätigkeit bestätigt. Viele unserer Besucher, die mit Augenmerk auf Schallpegemesstechnik zur Messe gekommen sind, haben uns mitgeteilt, dass besonders unser Standangebot Ihnen gefallen hat. Unsere vier (zeitweise sogar sieben!) Mitarbeiter auf dem Messestand waren darüber erfreut, bestehende Kunden persönlich zu treffen und sich mit neuen Kunden über Cirrus Researchs neueste Entwicklungen auszutauschen. Ein reges Interesse an unseren neuen optimus Schallpegelmesser bestand, und auch das Original doseBadge™-Personenlärmdosimeter von Cirrus Research ist nach wie vor sehr gefragt.

Aber nicht nur wir haben geredet: Sie haben uns von Ihren Messanforderungen erzählt, uns auch Ihre Überlegungen und Fragen zu Richtlinien und Normierungen mitgeteilt. Das ist uns sehr wichtig, denn Cirrus Research entwickelt Schallpegelmesstechnik mit Augenmerk auf die praktische Anwendung. Die A+A 2011 war eine hervorragende Plattform, Ideen und Bedürfnisse so vieler Anwender zu erfahren. Es ist richtig schön, mit Ihnen gemeinsam sowohl die aktuellste Schallpegelmesstechnik zu erläutern aber auch die Schallpegelmesstechnik von morgen zu entwickeln.

Nach einem solchen Erfolgserlebnis wie bei der diesjährigen A+A sind wir jetzt schon angeregt bei der Planung einer erfolgreichen A+A 2013 und freuen uns auf ein Wiedersehen mit Ihnen.

Anmerkung: Der Gewinner unserer Verlosung auf der Messe wurde ermittelt und benachrichtigt. Die Bekanntgabe des Gewinners erfolgt nach Übergabe des Preises.

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Was ist der Unterschied zwischen Klasse 1 und Klasse 2?

Der unterschied zwischen Klasse und Typ wurde in einem früheren Post diskutiert. In diesem Post soll der Unterschied zwischen einem Klasse 1 und einem Klasse 2 Schallpegelmesser erläutert werden.
Die Normen, nach denen wir arbeiten, wie z.B. IEC 61672-1:2002 oder DIN EN 61672-1:2003, definieren ein breites Spektrum Leistungskriterien, die das Messgerät erfüllen muss. Diese Kriterien sind technisch sehr komplex und detailliert und werden mit entsprechenden Toleranzen ergänzt. In der aktuellen Norm IEC 61672-1:2002 gibt es Toleranzabstufungen, und zwar Klasse 1 und Klasse 2.
Idealerweise würde das Messgerät die Zielwerte des Designs genau treffen, und jeder Schallpegelmesser würde absolut gleich messen und absolut gleiche Messwerte liefern. In der Wirklichkeit ist es aber so, dass jedes im Schallpegelmesser integrierte Bauteil auch eine Art Toleranz oder Abweichung aufweist.
Sämtliche elektronische Bauteile, die zu einem Schallpegelmesser gehören, wie z.B. Widerstände, Kondensator und sogar Mikroprozessoren, weisen geringfügige Abweichungen auf, und die Summe der Abweichungen ergeben eine gerätespezifische Abweichung von einem "idealen" Gerät. Es gibt auch weitere Faktoren, wie z.B. die Ungenauigkeit der eigentlichen Messung bei der Entwicklung oder Eichung eines Geräts. Die Testgeräte, die zur Prüfung der Schallpegelmesser selbst verwendet werden, weisen ebenfalls Toleranzen auf, und auch diese Faktoren tragen zu den Toleranzangaben bei.
Aufgrund dieser Abweichungen werden Herstellern Toleranzen, die von den Idealwerten der Norm abweichen, eingeräumt. Ein Beispiel dafür findet sich in der Frequenzbewertung und den Toleranzgrenzen definiert in der IEC 61672-1:2002.
Bei einer Referenzfrequenz von 1kHz sind die Toleranzgrenzen für Klasse1 ±1,9dB und für Klasse 2 ± 2,2dB.
An den unteren und oberen Enden des Frequenzbereichs sind die Toleranzen größer. Bei 20Hz sind die Toleranzen ± 3,2dB für Klasse 1 und ± 4,2 für Klasse 2.
Bei 16Hz sind die Toleranzen +3,2dB, -5,2dB für Klasse 1 und +6,2dB, -∞dB für Klasse 2.
Bei hohen Frequenzen gilt dasselbe. Die Toleranzen für ein Messgerät der Klasse 1 sind strenger bei Frequenzen über 8kHz, mit Toleranzen bei 10kHz von +2,9dB, -3,9dB für Klasse 1 und ±6,4 für Klasse 2.
Bei einer höheren Frequenz von 16kHz sind die Toleranzen +4,5dB, -17dB für Klasse 1 und +7,0dB, -∞ für Klasse 2.
Es ist ersichtlich, dass ein Gerät der Klasse 1 vor allem bei den Extremen des Frequenzbereichs eine bessere Leistungsfähigkeit haben muss, um innerhalb der strengen Toleranzen zu bleiben.
Es ist sehr schwierig, die Frage zu beantworten, wie genau ein Klasse 1 Gerät im Vergleich zu einem Klasse 2 Gerät sein würde, denn es gibt viele verschiedene Kriterien, nach denen sie verglichen werden könnten. Eine einfache Aussage wäre aber, dass ein Schallpegelmesser der Klasse 1 ein breiteres Frequenzspektrum messen muss, und dass er strengere Toleranzgrenzen bei sämtlichen Leistungskriterien einhalten muss.
Welche Klasse brauchen Sie?
Ob Sie einen Schallpegelmesser der Klasse 1 oder der Klasse 2 benötigen, hängt maßgeblich von Ihrer Anwendung ab.
Die Arbeitsschutzrichtlinien von 2005 besagen, dass ein Schallpegelmesser "mindestens Klasse 2 der DIN EN 61672-1:2003 (aktuelle Norm), oder mindestens Typ 2 der DIN EN 60804:2001 (ehemalige Norm)" erfüllen soll.
Wenn Sie nach Umweltschutz-Lärmrichtlinien arbeiten, kann es sein, dass ein Gerät der Klasse 1 vorausgesetzt wird. Zum Beispiel ISO 20906:2009: "Unbeaufsichtigte Überwachung von Flugzeugschall in der Umgebung von Flughäfen" stipuliert, dass ein Messgerät der elektroakustischen Leistungsspezifikationen der IEC 61672-1 für Klasse 1 Schallpegelmesser erfüllen muss.
Sollten Sie mehr Information über Schallpegelmesstechnik möchten, rufen Sie uns einfach unter +49 (0)351 316 0950 an, oder schreiben Sie uns eine Mail an vertrieb@cirrusresearch.de.